BGH: Dashcam-Aufnahmen sind zwar nicht erlaubt, können aber als Beweismittel gelten

Hier ist jedes Thema erlaubt, was nicht mit dem 350Z oder dem 370Z zu tun hat.
Schau einfach hinein und mache dir dein eigenes Bild.

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Eifel
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Re: BGH: Dashcam-Aufnahmen sind zwar nicht erlaubt, können aber als Beweismittel gelten

Beitrag von Eifel » Di 28. Aug 2018, 02:14

Hallo Leute,

Thread dient ja zur Fachdiskussion.
Beispiel: Wir fahren als - kleine Z-Gruppe - zum CTD-Treffen nach Oberhausen. Solange die "Bilder" + "Videos" - nur auf unseren PC's bleiben ist ja wohl alles in Ordnung!?!

Während so einer "Fahrt" läßt es sich nicht vermeiden, dass "fremde Fahrzeuge" - z.B. auf der Autobahn mit aufgenommen werden.
Jetzt passiert leider was bei so einer Fahrt, die Polizei kommt, Unfallgegner weisen z.B. die Polizei auf diese möglichen Dashcamaufnahmen usw. hin. Etc.

Puh, was können da viele "juristische Fallstricke" auf einem zukommen.

Unfallaufnahme im Einzelfall gut - vorherige Aufnahmen z.B. mit diesen "fremden Fahrzeugen" nicht zulässig ... usw.

:mboese2:

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Georg
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Re: BGH: Dashcam-Aufnahmen sind zwar nicht erlaubt, können aber als Beweismittel gelten

Beitrag von Georg » Di 28. Aug 2018, 09:25

Ganz einfach. So filmen wie es erlaubt ist und keiner
hat ein Problem.
Falls jemand hinter mir fährt und meine Endrohre
filmt sieht er sowieso nicht wie die Ventile arbeiten.
Da kann er zwei Stunden filmen.

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Re: BGH: Dashcam-Aufnahmen sind zwar nicht erlaubt, können aber als Beweismittel gelten

Beitrag von Cloud » Di 28. Aug 2018, 11:58

Eifel hat geschrieben:Thread ruhte ja schon einige Zeit, hier mal Infos aus der Eifel:
Quelle: 27.08.2018 facebook - https://www.wochenspiegellive.de/eifel/ ... -monschau/

Gegen einen 50-jährigen Niederländer sowie zwei Fahrer aus Mönchengladbach, 34 und 66 Jahre alt, wird ermittelt, weil am Helm befindliche Dashcams im Dauerbetrieb die jeweiligen Fahrten aufzeichneten.

Dauerhafte, anlasslose Aufzeichnungen sind gemäß eines BGH-Urteils von Mai 2018 unzulässig und verstoßen gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen.
Die Speicherkarten wurden zu Beweiszwecken sichergestellt. Der Niederländer musste das dafür vorgesehene Bußgeld in Höhe von 500 Euro an Ort und Stelle in Form einer Sicherheitsleistung begleichen.

Die beiden anderen werden entsprechende Bescheide des Landesamtes für Datenschutz und Informationsfreiheit erhalten.
dafür hat Deutschland zeit für so einen bullshit, aber mal was gegen Gewaltverbrechen zu unternehmen wäre ja zu viel verlangt.
wie der aktuelle fall diesen Araber aus Tunesien zurück holen weil ihm dort auspeitschen und der tot droht..... ganz ehrlich selber schuld als IS oder was auch immer der ist. darum sollte man sich kümmern, aber bitte nicht weil man filmt wie die Tour war ..... ( wie manche denken das sie nackt wären wenn man sie filmt und deren Leben "komplett" aufnimmt, ich habe nichts zu verbergen.

aber egal wenn ich sowas hätte würde ich es nutzen ( dashcam ) es sichert mich bei Unfällen einfach ab ! :-)

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Re: BGH: Dashcam-Aufnahmen sind zwar nicht erlaubt, können aber als Beweismittel gelten

Beitrag von Lexy » Di 28. Aug 2018, 12:15

Sehe ich völlig anders.... Selbstverständlich möchte ich weder nackt noch bekleidet von irgendwem gefilmt und dann online gestellt werden. Film mal im öffentlichen Freibad ;-) dann wirst du sehen was passsiert... Darum bin ich auch weder bei Instagram noch FB o.ä..
Ich möchte schon gerne entscheiden dürfen, wer was von meinem Leben zeigt. Und das geht in der BRD auch. Solange man die Filmchen bei sich behält passiert ja auch rechtlich nichts ..

Die anderen Aussagen sind blaue Polemik. Warum sollte man deutsches Recht ausser Kraft setzen dürfen? Hier ist nicht die Exekutive sondern die Legislative gefragt, entsprechende Gesetze zu ändern. Aber solange etwas widerrechtlich ist ist es eben so, auch wenn es eingen nicht gefällt.

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Re: BGH: Dashcam-Aufnahmen sind zwar nicht erlaubt, können aber als Beweismittel gelten

Beitrag von Cloud » Di 28. Aug 2018, 13:25

ja das mit dem nackt und so will auch keiner sehen und das hat meines Erachtens nichts mit Datenschutz sondern mit Sittenwidrigkeit zu tun, so etwas gehörte sich auch vor 30-50 jahren nicht.

das du da nicht bist ist ja ok, aber es gibt manche die meckern das sie nicht gefilmt werden wollen, posten aber jeden mist im netz... das widerspricht sich halt

ich finde nur das Land übertreibt an manchen ecken und vergisst andere wichtigere Ecken total.....

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Re: BGH: Dashcam-Aufnahmen sind zwar nicht erlaubt, können aber als Beweismittel gelten

Beitrag von Reisender40 » Di 28. Aug 2018, 18:44

..und wer entscheidet was wichtig und was unwichtig ist?..Du :?:

Das was für dich unwichtig ist, kann für andere Menschen wichtig und relevant sein.

Gut das wir nicht alle die gleichen Bedürfnisse und Eigenschaften haben. Dann hätten wir nämlich einen Einheitsbrei :mrgreen:

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Re: BGH: Dashcam-Aufnahmen sind zwar nicht erlaubt, können aber als Beweismittel gelten

Beitrag von Cloud » Mo 3. Sep 2018, 16:02

und alle würden das gleiche Auto fahren :mgruenerdaumen:

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Re: BGH: Dashcam-Aufnahmen sind zwar nicht erlaubt, können aber als Beweismittel gelten

Beitrag von Ig3l » Fr 14. Sep 2018, 11:25

Mal eine vorerst theoretische Überlegung: bei Vorhandensein einer Frontkamera, könnte man dann diese in Verbindung mit der Rückfahrkamera als Dashcamkombi nutzen?

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Re: BGH: Dashcam-Aufnahmen sind zwar nicht erlaubt, können aber als Beweismittel gelten

Beitrag von Ah2k3 » Fr 14. Sep 2018, 14:53

Der Aufnahme Winkel von den Kameras die zum Parken sind dürfte wohl schlecht sein.

Hinten geht evtl. Noch aber die vorne sind doch relativ abwärtsgerichtet.
Wenn man die jetzt entsprechend anpasst würde das wohl gehen.
Dann hast du aber wieder Bildmaterial das vor Gericht vermutlich nicht verwendet werden darf.
Oder du dir im Zweifel die obligatorische datenschutz Anzeige einfängst.

Der Sinn erschließt sich mir da nicht.
Es sei denn es geht um Aufnahmen für andere Zwecke die möglichst unauffällig gemacht werden sollen.

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Re: BGH: Dashcam-Aufnahmen sind zwar nicht erlaubt, können aber als Beweismittel gelten

Beitrag von Ig3l » Fr 14. Sep 2018, 14:56

War eine reine Machbarkeitsüberlegung. Selbstverständlich käme da noch entsprechende Aufnahmetechnik mit Löschen etc. dazu.

Kam nur drauf, weil ich heute einen Dashcamtest beim ADAC gelesen hab ;)

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Re: BGH: Dashcam-Aufnahmen sind zwar nicht erlaubt, können aber als Beweismittel gelten

Beitrag von Cloud » Mo 17. Sep 2018, 12:38

also als Beispiel bei der neuen Corvette, die hat ja diesen Rennstrecken filmmodus. Aber du siehst nicht alles notwendige, nur die Sicht nach vorne, daher gebe ich dem vor post von mir recht, es kommt drauf an wo die Kamera montiert ist inklusive winkel etc.

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Re: BGH: Dashcam-Aufnahmen sind zwar nicht erlaubt, können aber als Beweismittel gelten

Beitrag von Birgit47 » Mo 15. Okt 2018, 08:16

Wenn das gerade gefilmte immer wieder überschrieben werden muss nach ein paar Minuten, dann macht das zur Sicherstellung des Ablaufs eines Unfalls ja auch nicht so viel Sinn, wenn man selber verletzt ist und keine Möglichkeit mehr besteht, die Kamera zu stoppen oder wenn ein Motorrad Fahrer stürzt und dabei die Kamera abgerissen wird vom Helm und man die später erst wieder findet oder auch der Fahrer nicht mehr in der Lage ist, die Kamera zu stoppen.
Bei meiner Kamera werden nur kurze 2 Minuten Aufnahmen gemacht und dann fängt sie wieder neu an. Im Auto habe ich gar keine dabei und mit dem Motorrad ab und an, aber immer seltener. Grundgedanke war einfach, das bei einer Fahrerflucht man dann wenigstens noch ein Kennzeichen hätte. Sprich jemand nimmt einem die Vorfahrt weil man übersehen wird, man weicht aus und stürzt dabei und der fährt einfach weiter und flüchtet. Dann hätte man noch ein Beweismittel. Wertet die Polizei aber auch den Rest aus auf der Kamera kann es aber durch aus sein, das man danach selber für 12 Monate mit dem Fahrrad fahren kann. Niemand fährt immer strich 100 oder 50 , oder Abstand oder Überholverbot wenn mal wieder einer mit 65 fährt wo man 100 fahren darf usw usw.

Und genau deshalb verzichtet ich inzwischen lieber auf eine Dashcam. Man macht sich selber angreifbar, weil vielleicht irgendwann mal was passieren könnte. :idea:

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Re: BGH: Dashcam-Aufnahmen sind zwar nicht erlaubt, können aber als Beweismittel gelten

Beitrag von freelaxer » Mo 15. Okt 2018, 09:33

Birgit47 hat geschrieben:Wenn das gerade gefilmte immer wieder überschrieben werden muss nach ein paar Minuten, dann macht das zur Sicherstellung des Ablaufs eines Unfalls ja auch nicht so viel Sinn, wenn man selber verletzt ist und keine Möglichkeit mehr besteht, die Kamera zu stoppen oder wenn ein Motorrad Fahrer stürzt und dabei die Kamera abgerissen wird vom Helm und man die später erst wieder findet oder auch der Fahrer nicht mehr in der Lage ist, die Kamera zu stoppen.
[...]
Daher haben die meisten Dashcams Beschleunigungs-, Erschütterungs- oder sonstige Sensoren verbaut. Registrieren diese ein außergewöhnliches Ereignis, etwa einen Unfall, wird die letzte Aufnahmeschleife gesondert gespeichert und nicht automatisch wieder überschrieben.

Gruß
Jan

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Re: BGH: Dashcam-Aufnahmen sind zwar nicht erlaubt, können aber als Beweismittel gelten

Beitrag von Ralfburk » Mo 15. Okt 2018, 11:52

Genau so ist es :mapplaus: :mdaumen1:

Ralf

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Re: BGH: Dashcam-Aufnahmen sind zwar nicht erlaubt, können aber als Beweismittel gelten

Beitrag von Reisender40 » Mo 15. Okt 2018, 18:41

Ist bei meiner DashCam ebenfalls so und entspricht den derzeitigen Bestimmungen.

Außerdem kann bei schweren Verstößen oder Unfällen mit Personenschaden ein Gericht die Zulassung der Aufnahmen als
Beweismittel trotzdem anordnen. Kein Problem.

Gruß

Andreas

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